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Ungarisch

Das Nürnberger Übersetzungsbüro AP Fachübersetzungen bietet seinen Kunden Übersetzungs- sowie Dolmetschdienstleistungen aus und in die ungarische Sprache. Wir garantieren hochqualitative Übersetzungen in den Fachrichtungen Technik, Medizin, Recht sowie beglaubigte Übersetzungen aus der und in die ungarische(n) Sprache.

 

Fakten und Statistik zur ungarischen Sprache

Ungarisch, auch Magyar genannt, ist die offizielle Sprache in Ungarn und eine der offiziellen Sprachen der Europäischen Union. Es gibt ungefähr 13 Millionen ungarische Muttersprachler, davon leben 9,8 Millionen in Ungarn und 2 Millionen in benachbarten Ländern (Rumänien, Serbien, Ukraine, Österreich, Slowakei, Kroatien und Slowenien). Kleine ungarischsprechende Gemeinden befinden sich in den USA, in Israel und Kanada.

Ungarisch gehört zur finno-ugrischen Sprachfamilie und wird am meisten von den Vertretern dieser Familie gesprochen. Gleichzeitig ist Ungarisch die nicht-indoeuropäische Sprache, die in Europa am meisten gesprochen wird. Sie ist verwandt mit Mansi und Khanty, mit Sprachen die in Westsibirien gesprochen wird, insgesamt von einigen Tausenden Muttersprachler. In Europa ist Ungarisch nur mit Finnisch und Estländisch verwandt, doch da sich diese Sprachen in der Anfangsphase getrennt haben und sich unterschiedlich entwickelten, ist eine Spur des gemeinsamen Ursprungs nur bei phonologischen Übereinstimmungen zu sehen.

Ungarische Dialekte verstehen in den meisten Fällen einander und zeigen nur in der Phonetik oder im Wortschatz ihre Unterschiede. Die einzige Ausnahme ist der moldawische Dialekt, der aus Isolationsgründen die Ureigenschaften der Sprache beibehalten hat und sich auch viele rumänische Wörter angeeignet hat.

 

Länder, in denen Ungarisch gesprochen wird:

Ungarn

Österreich

Kanada

Kroatien

Tschechien

Israel

Rumänien

Serbien

Slowakei

Slowenien

Ukraine

USA

 

Ungarische Sprachgeschichte

Die Geschichte der ungarischen Sprache kann bis zum 10.-11. Jh. v. Chr. zurückverfolgt werden, als Volksstämme im Uralgebiet ihr Verhalten vom Jäger und Sammler zu nomadischen Hirten änderten, nachdem sie mit iranischen Nomaden in Kontakt traten. Manche Wörter die mit Tierhaltung assoziiert werden sowie manche Infinitivformen gehen auf diese Zeit zurück. Zwischen dem 5. und 9. Jh. erweiterte sich die ungarische Sprache um einen türkischstämmigen Wortschatz, der sich auf Landwirtschaft, Regierung und Familie konzentrierte. Die kulturellen und sprachlichen Änderungen haben jedoch die ungarische Grammatik kaum beeinflusst. Die Migration der ungarischen Stämme in das Karpatenbecken wurde im Jahr 895 abgeschlossen, und so begann ein neuer Zeitabschnitt mit einer dauerhaften Interaktion mit slawischen Sprachen, und erneut meist nur auf der lexikalischen Ebene.

Im Jahr 1000 nahm der erste ungarische König Stephan das Christentum und das lateinische Alphabet an, was nicht nur ein kulturelles und politisches Bündnis mit Westeuropa bedeutete, sondern auch die Übernahme neuer Sitten und Institutionen. Dementsprechend, sind die ersten verbliebenen ungarischen Texte religiöser Natur.

Die Ausdehnung des Osmanischen Reichs erreichte Ungarn im 16. Jh. und kennzeichnet den Beginn einer 150-jährigen militärischen Besetzung, im Laufe welcher Ungarn in drei Gebiete aufgeteilt wurde: die nordwestliche Region, kontrolliert von Österreich; Zentralregion, besetzt von den Türken und das unabhängige Fürstentum von Transsilvanien (heute in Rumänien). Diese Zeit ist durch eine zweite Welle der türkischen Leihwörter sowie von zunehmenden Einflüssen des Deutschen charakterisiert.

Nach der Wiedereinnahme der Hauptstadt von der österreichischen Habsburger Armee wurde Ungarn Teil des Österreich-Ungarischen Reichs, in dem das kulturelle und wissenschaftliche Leben von Deutsch und Latein geprägt war. Mit Beginn der Erleuchtung und Aufklärung im 18. Jh. initiierte die ungarische Bildungselite, angeführt vom Ferenc Kazinczy, eine grundlegende Sprachreform, um die Mängel des Ungarischen zu beheben und es für akademische und literarische Zwecke nützlich zu machen. Ungefähr 10.000 neue Wörter wurden geschaffen, einige Tausende davon sind noch immer im Umlauf. Die nachfolgende Standardisierung und Vereinheitlichung des Ungarischen hat viele dialektische Verschiedenheiten verschwinden lassen.

Nach dem Ersten Weltkrieg brach das Österreich-Ungarische Reich auseinander und verlor zwei Drittel seiner Staatsfläche. Im Laufe des 20. Jh. nahm der deutsche Einfluss nach und nach ab und wurde übergangsweise vom politisch motivierten Russland ersetzt.

 

Interessante Fakten über die ungarische Sprache:

- Das agglutinierende Suffixsystem im Ungarischen kann zu langen Wörtern führen. Und obwohl diese Worte in einer Unterhaltung nie benutzt werden, sind sie durchaus bekannt und für ungarische Muttersprachler leicht zu verstehen.

- Das komplette ungarische Alphabet besteht aus 44 Elementen, inklusive der Akute (é,í,ü), Digraphe (sz, ty, ly) und Trigraphe (dzs).

- Vor der Übernahme des lateinischen Alphabets im Jahr 1000 hatte Ungarisch sein eigenes runenähnliches Alphabet, genannt Rovásírás (lit. „eingeritzte Schrift“). Es wird auch heute noch gelegentlich benutzt, wegen der Tradition oder zu dekorativen Zwecken.

- Berittenes Bogenschießen, eine typische Militärdisziplin aus dem alten Nomadenungarn, wurde heute als Sportart wiederbelebt.

 

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Sollten Sie weitere Informationen über unsere Übersetzungen aus der und in die ungarische(n) Sprache benötigen, dann erreichen Sie uns unter der Telefonnummer +49 (0)911 – 650 08 650 (Nürnberg) oder senden Sie uns eine Anfrage an info(at)ap-fachuebersetungen.de. Wir werden so bald wie möglich mit Ihnen Kontakt aufnehmen.