Ungarisch

Das Nürnberger Dolmetscher- und Übersetzungsbüro AP Fachübersetzungen bietet seinen Kunden qualitativ hochwertige Übersetzungs- sowie Dolmetschdienstleistungen für die ungarische Sprache. Unser freundliches, engagiertes und kompetentes Team an Ungarisch-Dolmetschern, Übersetzern, Lektoren, Korrektoren und Projektmanagern steht Ihnen gerne professionell mit Rat und Tat zur Seite. Die Sprachexperten unseres Übersetzungsbüros üben ihren Beruf mit Leidenschaft und einem Auge fürs Detail aus. Der Fokus der Tätigkeit unserer qualifizierten und erfahrenen Ungarisch-Übersetzer und -Dolmetscher liegt dabei auf den Fachgebieten Medizin, Pharmazie, Recht und Technik. Außerdem stehen wir Ihnen bei beglaubigten Ungarisch-Übersetzungen als kompetenter und zuverlässiger Partner gerne jederzeit zur Verfügung.

Interessante Fakten

  • Vor der Übernahme des lateinischen Alphabets im Jahr 1000 hatte Ungarisch sein eigenes runenähnliches Alphabet, genannt Rovásírás (lit. „eingeritzte Schrift“). Es wird auch heute noch gelegentlich benutzt - wegen der Tradition oder zu dekorativen Zwecken.
  • Das Wort Dolmetschen hat seinen Ursprung im Türkischen (dilmaç) und wurde sozusagen über Umwege – als eines der wenigen ungarischen Lehnwörter (tolmács) – ins Deutsche übernommen.
  • Die ältesten schriftlichen Nachweise der ungarischen Sprache stammen schätzungsweise aus dem 9. Jahrhundert und sind noch in Runenschrift verfasst.
  • Der älteste komplett erhaltene Text in ungarischer Sprache lässt sich auf das späte 12. Jahrhundert datieren.
  • In Ungarn herrschte bis 1941 Linksverkehr.
  • Der Zauberwürfel wurde 1974 von dem ungarischen Architekten Ernő Rubik erfunden.

Überblick

Ungarisch, auch Magyar genannt, ist die Amtssprache Ungarns, dreier serbischer Gemeinden, der slowenischen Region Prekmurje sowie eine von mehreren Amtssprachen der serbischen Region Vojvodina. Außerdem ist sie eine der offiziellen Sprachen der Europäischen Union und anerkannte Minderheitensprache in Kroatien, Österreich, Rumänien und der Slowakei. Es gibt ungefähr 13 Millionen ungarische Muttersprachler, von denen 9,8 Millionen in Ungarn leben.

Ungarisch ist Teil der uralischen Sprachfamilie und gehört zum ugrischen Zweig der finno-ugrischen Sprachen. Damit ist sie eine der wenigen europäischen Sprachen, die nicht zur indogermanischen Sprachfamilie gehört, und gleichzeitig die nicht-indoeuropäische Sprache, die in Europa am meisten gesprochen wird. Sie ist verwandt mit Mansi und Khanty - Sprachen, die in Westsibirien gesprochen werden. In Europa ist Ungarisch nur mit Finnisch und Estländisch verwandt, doch da sich diese Sprachen in der Anfangsphase getrennt haben und sich unterschiedlich entwickelten, ist eine Spur des gemeinsamen Ursprungs nur bei phonologischen Übereinstimmungen zu sehen.

Die Sprecher ungarischer Dialekte können sich in den meisten Fällen problemlos verstehen, denn die Dialekte zeigen nur in der Phonetik oder im Wortschatz ihre Unterschiede. Die einzige Ausnahme ist der moldawische Dialekt, der aus Isolationsgründen die Ureigenschaften der Sprache beibehalten und sich viele rumänische Wörter angeeignet hat.

Gerade bei Behörden- oder anderen wichtigen Terminen ist eine reibungslose Verständigung von höchster Priorität und diese hängt maßgeblich vom Dolmetscher ab. Um unnötige Probleme und Missverständnisse zu vermeiden, arbeiten wir bei AP Fachübersetzungen ausschließlich mit kompetenten Ungarisch-Übersetzern und -dolmetschern zusammen, die über jahrelange Erfahrung und einwandfreie Referenzen verfügen. Unser striktes Qualitätsmanagement setzt hohe Standards und garantiert die tadellose Qualität unserer Dienstleistungen. Bei AP Fachübersetzungen sind Ihre Übersetzungs- und Dolmetschprojekte jederzeit in besten Händen. Ob Sie nun einen Konsekutiv-, Simultan-, Verhandlungs-, Gesprächs- oder Konferenzdolmetscher oder einen Fachübersetzer benötigen – auf unser Dolmetscher- und Übersetzungsbüro in Nürnberg können Sie sich jederzeit verlassen.

Länder, in denen Ungarisch gesprochen wird

  1. Ungarn
  2. Serbien
  3. Österreich
  4. Kroatien
  5. Rumänien
  1. Slowakei
  2. Slowenien
  3. Ukraine
  4. Israel
  5. Kanada

Geschichte der ungarischen Sprache

Die Geschichte der ungarischen Sprache kann bis ins 10.-11. Jahrhundert v. Chr. zurückverfolgt werden, als sich Volksstämme im Uralgebiet von Jägern und Sammlern zu nomadischen Hirten entwickelten. Zwischen dem 5. und 9. Jahrhundert erweiterte sich die ungarische Sprache um einen türkischstämmigen Wortschatz, der sich auf Landwirtschaft, Regierung und Familie konzentrierte. Die Migration der ungarischen Stämme in das Karpatenbecken wurde im 9. Jahrhundert abgeschlossen und so begann eine dauerhafte Interaktion mit slawischen Sprachen, meist aber nur auf lexikalischer Ebene.

Im Jahr 1000 nahm der ungarische König Stephan I. das Christentum und das lateinische Alphabet an, was nicht nur ein kulturelles und politisches Bündnis mit Westeuropa bedeutete, sondern auch die Übernahme neuer Sitten und Institutionen. Dementsprechend sind die ältesten erhaltenen ungarischen Texte religiöser Natur.

Die Ausdehnung des Osmanischen Reichs erreichte Ungarn im 16. Jahrhundert und somit begann eine 150-jährige militärische Besetzung, in deren Verlauf Ungarn in drei Gebiete aufgeteilt wurde: die nordwestliche Region, kontrolliert von Österreich; die Zentralregion, besetzt von den Türken, und das unabhängige Fürstentum Transsylvanien (heute in Rumänien). Diese Zeit ist sprachgeschichtlich durch eine zweite Welle türkischer Lehnwörter sowie von zunehmenden Einflüssen des Deutschen auf die ungarische Sprache charakterisiert.

Nach der Wiedereinnahme Budapests durch die Habsburger Armee wurde Ungarn Teil des Österreich-Ungarischen Reichs, in welchem das kulturelle und wissenschaftliche Leben von Deutsch und Latein geprägt war. Mit Beginn der Aufklärung im 18. Jahrhundert initiierte die ungarische Bildungselite, angeführt vom Ferenc Kazinczy, eine grundlegende Sprachreform, um das Ungarische für akademische und literarische Zwecke gebräuchlicher zu machen. Ungefähr 10.000 neue Wörter wurden geschaffen, einige Tausende davon sind noch immer im Umlauf. Die nachfolgende Standardisierung und Vereinheitlichung des Ungarischen hat viele dialektische Verschiedenheiten verschwinden lassen.

Nach dem Ersten Weltkrieg brach das Österreich-Ungarische Reich auseinander und verlor zwei Drittel seiner Staatsfläche. Im Laufe des 20. Jahrhunderts nahm der deutsche Einfluss nach und nach ab und wurde übergangsweise durch russische Spracheinflüsse ersetzt.

Grammatik der ungarischen Sprache

Das ungarische Alphabet kann je nach Zählweise entweder 40 oder sogar 44 Buchstaben umfassen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass anders als im Deutschen auch Umlaute wie Ö und Ü oder Ő und Ű und Digraphen wie dz und sz als eigene Buchstaben gezählt werden und dass einige Buchstaben nur in Fremdwörtern oder Namen vorkommen und somit streng genommen nicht Teil des ungarischen Alphabets sind. Man spricht auch vom großen und kleinen ungarischen Alphabet. Im Ungarischen entspricht jeder Buchstabe einem Laut, im Deutschen dagegen kann es mehrere Laute für einen Buchstaben geben.

Ungarisch ist eine agglutinierende Sprache. Das heißt, dass Wörter nicht flektiert werden, sondern Wortformen durch das Anhängen von Suffixen gebildet werden. So gibt es in der ungarischen Sprache z.B. keine Possessivpronomina und Präpositionen. Verhältnisse des Besitzes, der Richtung oder der Zeitlichkeit werden stattdessen durch Agglutination gebildet. An ein Substantiv können mehrere Suffixe gehängt werden, deren Reihenfolge aber festgelegten Regeln folgt. Weiterhin kennt das Ungarische, anders als das Deutsche und viele andere europäische Sprachen, keinen Genus und verwendet vergleichsweise selten Artikel, obwohl es sie gibt.

Das Deutsche kommt mit bescheidenen vier Kasus aus, im Ungarischen müssen hingegen 18 Fälle unterschieden werden. Lediglich drei dieser Fälle haben deutsche Entsprechungen, ein Umstand, der den Ungarisch-Übersetzer mitunter vor Herausforderungen stellt, denn trotz nicht vorhandener grammatikalischer Formen dürfen natürlich in der Übersetzung keine Sinnnuancen verloren gehen.

Aufgrund der gemeinsamen Geschichte mit Österreich finden sich in der ungarischen Sprache viele deutsche Lehnwörter, z.B. vekni/zsemle für Wecken oder Semmeln, sámli für Schemel oder sláger für Schlager. Umgekehrt finden sich in der deutschen Sprache eher weniger Lehnwörter aus dem Ungarischen, z.B. aber Dolmetscher (tolmács) und Tollpatsch (talpas).

Aufgrund der Besonderheiten der ungarischen Sprache ist es empfehlenswert, einen Muttersprachler oder sehr erfahrenen Sprachexperten mit der Übersetzung Ihrer Texte oder mit der Verdolmetschung zu betrauen. Daher arbeiten wir bei AP Fachübersetzungen ausschließlich mit geprüften und erfahrenen Ungarisch-Übersetzern und -dolmetschern zusammen und können so die hohe Qualität und Richtigkeit Ihrer Ungarisch-Fachübersetzung gewährleisten. Unser Dolmetscher- und Übersetzungsbüro betraut ausschließlich ausgewiesene, öffentlich bestellte und beeidigte Urkundenübersetzer mit beglaubigten Übersetzungen für Ungarisch.

Unsere Kontaktdaten

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